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Praxis

Als Elektriker oder Installateur Strom verkaufen

18. Aug. 2026 · 7 Min. Lesezeit

Wenn Sie Elektriker oder Installateur sind, sind Sie bereits im Haus des Kunden. Sie tauschen den Verteiler, montieren die Module, prüfen die Anlage — und jeden Monat zahlt derselbe Kunde seine Stromrechnung an jemand anderen. Ihm auch den Strom zu verkaufen ist der naheliegende nächste Schritt, und dafür müssen Sie seit einigen Jahren kein lizenzierter Versorger mehr sein.

Darf ein Elektriker Strom verkaufen?

Ja. Der übliche Irrtum ist die Annahme, man müsse sich als Versorger registrieren, Bürgschaften stellen und ein Back Office betreiben. Das stimmt, wenn Sie der Versorger sein wollen. Es stimmt nicht, wenn Sie mit einer White-Label-Energieplattform arbeiten.

In diesem Modell arbeitet ein lizenzierter Versorger im Hintergrund — Verträge, Abrechnung, Markt und Regulierung — und Sie verkaufen unter Ihrem eigenen Namen an Ihre eigenen Kunden. Keine Lizenz, keine Bürgschaften, keine monatelangen Formalitäten. Ihre Aufgabe ist die, die Sie ohnehin gut können: mit dem Kunden sprechen, der Ihnen vertraut.

Was Sie wirklich brauchen (und was nicht)

Nicht brauchen Sie: Kenntnisse des Großhandelsmarkts, ein Verständnis der Netzentgelte oder den Unterschied zwischen reguliertem und freiem Markt im Kopf. Diesen Teil übernimmt die Plattform.

Was Sie brauchen, ist einfacher als gedacht:

  • Die Rechnung des Kunden oder seine Zählpunktkennung. Mehr ist für den Start nicht nötig. Der Vergleichsrechner liest den realen Verbrauch und ermittelt den besten verfügbaren Tarif.
  • Fünf Minuten pro Vertrag. Der Abschluss ist vollständig digital, inklusive Unterschrift. Kein Papierkram, kein Bürogang.
  • Ihren Kundenstamm. Die Kunden, für die Sie bereits gearbeitet haben. Sie müssen niemanden neu gewinnen, um zu starten.

In einem Punkt hat der Installateur einen Vorsprung vor jedem Energievertriebler: der vereinbarten Leistung. Sehr viele Anschlüsse zahlen zu viel, weil seit der Installation niemand mehr auf den Verteiler geschaut hat. Unsere Plattform ruft den realen Verbrauch des Anschlusses ab und berechnet die optimale Leistung je Zeitfenster neu — bei Gewerberechnungen können das Hunderte bis Tausende Euro im Jahr sein. Sie verstehen besser als jeder andere, warum das so ist, und dieses Argument muss man nicht verteidigen: man zeigt es.

Wie viel man mit Stromverkauf verdient

Die Einnahme ist keine einmalige Provision, sondern eine wiederkehrende Marge auf den Verbrauch, solange der Kunde bleibt. Bei einem typischen Mix aus Haushalten und kleinen Gewerbebetrieben bringt jeder aktive Vertrag rund 115 € pro Jahr.

In Zahlen eines Installateurs: Wenn Sie über die Jahre mit 200 Kunden gearbeitet haben und die Hälfte ihren Strom bei Ihnen abschließt, sind das rund 11.500 € jährlich, die sich wiederholen, ohne noch einmal auf ein Dach zu steigen. Bei 300 Verträgen sind es etwa 34.500 €. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen Zahlen im Margenrechner durch.

Die andere Hälfte des Arguments ist der Kunde: Er wechselt nur, wenn er gewinnt. Deshalb arbeiten wir mit Preisen, die an den realen Marktkosten indexiert sind — mit die niedrigsten, die Sie anbieten können — und zusätzlich mit der Leistungsoptimierung. In der Praxis verbessert sich die Rechnung in der großen Mehrheit der analysierten Fälle.

Vertriebspartner eines Versorgers oder eigene Marke

Vielleicht hat Ihnen schon ein Versorger eine Partnerschaft angeboten. Das funktioniert, aber der Unterschied lohnt einen klaren Blick:

  • Als Agent verkaufen Sie die Marke eines anderen, erhalten eine Provision pro Vertrag, und der Bestand gehört nicht Ihnen. Ändern sich morgen die Konditionen oder endet die Vereinbarung, bleibt vom Aufgebauten nichts.
  • Mit eigener Marke gehört der Kunde Ihnen, die wiederkehrende Marge bleibt bei Ihnen, und Sie können wachsen: eigene Preise, ein eigenes Vertriebsnetz und ein Panel, in dem Sie die gesamte Aktivität sehen.

Für einen Einzelunternehmer, der Zusatzeinnahmen sucht, mag die Agenturprovision reichen. Für alle, die etwas Skalierbares mit eigenem Wert aufbauen wollen, nicht. Im Detail in White Label vs. eigener Versorger.

Schritt für Schritt starten

  1. Modell wählen. Kostenlos unter unserem Versorger arbeiten oder die komplette White-Label-Marke mit eigener Domain und eigenem Panel aufbauen.
  2. Anmeldung und Plattformzugang. Vergleichsrechner, CRM und Panel. Das dauert Tage, nicht Monate.
  3. Mit drei echten Rechnungen testen. Nehmen Sie drei Kunden Ihres Vertrauens, laden Sie deren Rechnungen hoch und sehen Sie das Ergebnis. So merken Sie am schnellsten, ob das Modell zu Ihnen passt.
  4. Mit Ihrem Bestand skalieren. Wenn der Ablauf sitzt, holen Sie die übrigen Kunden dazu und bei Bedarf weitere Vertriebler.

Kurze Fragen

Muss ich meine Tätigkeit als Installateur aufgeben? Nein. Die meisten ergänzen damit ihr bestehendes Geschäft: derselbe Kunde, derselbe Termin.

Und wenn der Kunde eine PV-Anlage hat? Umso besser: Überschussvergütung und der richtige Tarif sind genau dort, wo gute Optimierung sichtbar wird. Mehr auf der Seite für Solarinstallateure.

Wer betreut den Kunden bei einer Störung? Betrieb und Abrechnung laufen im Hintergrund; wie viel Kontakt Sie halten wollen, entscheiden Sie.

Wenn Sie es mit Ihren eigenen Kunden vor Augen sehen möchten, buchen Sie eine 30-minütige Demo und wir schauen uns echte Rechnungen an.

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